Einführungsveranstaltung

Biodiversität und Landwirtschaft. Überlegungen zur wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Konstruktion eines Problemfelds

Der Verlust der biologischen Vielfalt von der globalen bis zur lokalen Ebene wird in wissenschaftlichen Diskussionen zunehmend als eines der dringlichsten Nachhaltigkeitsprobleme behandelt. Dabei gelten landwirtschaftliche Aktivitäten als ein besonders wichtiger Faktor. Warum führt das Thema in der öffentlichen und politischen Debatte dann noch immer ein Nischendasein? Der Vortrag stellt Überlegungen zur wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Konstruktion des Problemfelds „Biodiversität und Landwirtschaft“ vor, um die gesellschaftliche Kommunikationslücke und ihre Folgen zu erklären und Handlungsmöglichkeiten zu erkunden.

PROF. DR. PETER FEINDT studierte Volkwirtschaft, Politikwissenschaft und Philosophie an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Im Jahr 2000 promovierte er und war nebenbei freiberuflich als Moderator und Mediator im Bereich der politischen Beteiligung und zu Nachhaltigkeitsprojekten tätig. Bis 2007 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt der Universität Hamburg. 2007-2013 war er Senior Lecturer/Reader for Environmental Policy an der Cardiff University und 2013-2017 Inhaber des Lehrstuhls für Strategische Kommunikation an der Wageningen University. Seit Oktober 2017 ist er Professor für Agrar- und Ernährungspolitik am Albrecht Daniel Thaer-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Außerdem ist er seit 2005 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen beim Bundesministerium für Ernährung- und Landwirtschaft, seit 2013 als dessen Vorsitzender. Prof. Dr. Peter Feindt war 2013 Gründungsmitglied des Wissenschaftlichen Beirat Forstpolitik des BMEL. Seine Forschungsschwerpunkte reichen von Agrar- und Ernährungspolitik, insbesondere in Verbindung mit Umweltpolitik, Nachhaltigkeitstransformationen und der Resilienz von Agrarsystemen über strategische Kommunikation, politische Diskurse und Narrative, Umwelt- und Technologiekonflikte, politische Beteiligung und kooperative Governance-Formen bis zu inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit.