Dr. Nikola Patzel

Zur Person

Wurde 2002 an der ETH Zürich für eine Arbeit über „Bodenwissenschaften und das
Unbewusste“ promoviert. Als zweite größere Forschungsarbeit publizierte er 2015 ein Buch über „Symbole
im Landbau“. Der Umweltwissenschaftler und Psychologe arbeitet in Forschung und Beratung zu Fragen der
Naturbeziehung und Bodenkommunikation. Patzel leitet in der Internationalen Bodenkundlichen Union
(IUSS) die Arbeitsgruppe über „Kulturelle Muster im Bodenverständnis“ und ist bei der Deutschen
Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG) stellvertretender Leiter der Kommission VIII „Boden in Bildung und
Gesellschaft“.

Zum Workshop

I 05.12.18 I 14.00-17.00 I

Vorstellungsmuster in Bodenpolitik, Landwirtschaft und Naturschutz

Zu Beginn werde ich konzeptionell und mit Beispielen in „Vorstellungsmuster in Bodenschutzpolitik,

Landwirtschaft und Naturschutz“ einführen. Hauptsächlich geht es aber um Gruppenarbeit. Es wird auch von der Gruppenzusammensetzung abhängen, welche Aspekte des Themas vertieft bearbeitet werden. Sehr gerne dürfen die jeweils eigenen Boden-Weltbilder, Denkmuster, Metaphern und Symbole nebeneinander gestellt und lebhaft diskutiert werden. Aber auch das Reden über andere soll nicht zu kurz kommen, insbesondere über agrarpolitische und naturschützerische Bedeutungsfelder und heutige Ansätze öffentlicher Bodenkommunikation: Welche Bilder, Vorstellungen und Sprachfiguren prägen die politischen und öffentlichen Debatten zum Bodenschutz, durch welche Akteure?

Ziel dieses Workshops ist es, sich über den paradox so genannten „letzten Dreck“

klarer zu werden: Wie sehr es gegenüber der Natur im Guten und im Schlechten prägend sein kann, welche inneren und äußeren Bilder und welche Redeweisen wir Menschen ihr gegenüber wirken lassen. Mit diesen Potenzialen sollten wir bewusst und für den Boden förderlich umgehen.