Ronald Linder

Zur Person

Ronald Linder, geboren 1977, aufgewachsen im elterlichen Nebenerwerbsweinbaubetrieb, bezeichnet sich selbst als Nativewinzer, da er schon sehr früh, mit 15 Jahren einen Weinberg seiner Großmutter übernommen und bewirtschaftet hat. Nach Lehr- und Wanderjahren als Elektroniker, Lokführer, Medieningenieur und Mediendidaktiker übernahm er den elterlichen Betrieb, den er seit zwölf Jahren biologisch und seit sechs Jahren gänzlich pestizidfrei bewirtschaftet.

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Mittwoch, 20.11.2024 | 14:00Uhr bis 17:00Uhr | H11
Mikrobieller Pflanzenschutz im Weinbau

„Humankind has not woven the web of life. We are but one thread within it. Whatever we do to the web, we do to ourselves. All things are bound together. All things connect.“ Chief Seattle, 1854 [Radical Mycology; Peter McCoy]

Der Mikrobielle Pflanzenschutz beschäftigt sich mit der Identifizierung, der Vermeidung und dem Versuch der Schließung von menschgemachten Lücken im pflanzlichen Mikrobiom. Er geht von der Tatsache aus, dass im Idealfall ein mikrobielles Gleichgewicht möglich ist und Pflanzen im mikrobiellen Gleichgewicht gesund sind. Denn dann wären einzelne Mikroben nicht mehr pathogenetisch, sondern das gesamte Mikrobiom salutogenetisch.

Im Workshop erarbeiten wir uns die multiplen Faktoren möglicher Ungleichgewichte. Wir suchen nach den Antagonisten genauso wie nach den Protagonisten. Wir diskutieren den Faktor Zeit und werfen die Frage auf, inwieweit das Ideal eines natürlichen Systems auf ein kulturelles System überhaupt übertragbar ist und was der minimale ökologisch-ökonomische Konsens (im Weinbau) sein kann.

Wir nehmen uns Zeit, uns über die konkrete Herstellung von Antagonisten zu unterhalten sowie über die zu verwendende Technik.