Der letzte Dreck?!

Boden ist Lebensraum für Mensch,Tier,Pflanze und Mikroorganismen. Zusammen mit Luft, Wasser und Sonnenenergie bildet er die Grundlage allen Lebens. Seine komplexe physikalische Struktur reguliert Wasseraufnahme,-speicherung und -reinigung. Humusreiche Böden erodieren bei Starkregen kaum und haben eine hohe Wasserspeicherfähigkeit. Ein Boden, der reich an organischer Substanz ist, dient zudem als Kohlenstoffsenke und erfüllt damit eine wichtige Rolle im Klimaschutz.

Doch wie steht es derzeit um die Böden in Deutschland und Europa? Der 2015 erschienene World’s Soils Resource Report der FAO (2015) legt offen, dass sich weltweit bereits ein Großteil der Böden in einem bedenklichen Zustand befindet. Im von der Heinrich Böll Stiftung veröffentlichten Bodenatlas wird von dem Verlust von 24 mrd Tonnen fruchtbaren Bodens durch Misswirtschaft und Erosion gesprochen. Demgegenüber stehen 2000 Jahre die für die Neuentstehung von 10 cm fruchtbaren Bodens benötigt werden. Doch fruchtbare Böden sind nicht nur knapp und gefährdet, der Zugang zu ihnen ist auch extrem ungleich verteilt. Immer mehr Kapital- und Energiemärkte bemächtigen sich des Bodens und bestimmen über dessen Nutzen mit fatalen Folgen für Klima und Welternähung.

Höchste Zeit für Handlugsbedarf - Findet auch die UN und erklärt 2015 den Bodenschutz zum Ziel der Sustainable Development Goals (SDG). Bis zum Jahr 2030 soll eine „land degradation neutral world“ erreicht werden, eine Welt also, in der es netto zu keiner neuen Bodenverschlechterung kommt.

52,3% der Fläche in Deutschland werden Lanwirtschaftlich genutzt, weshalb wir uns als Studenten der ökologischen Landwirtschaft in Kassel/Witzenhausen in der Verantwortung sehen das Thema Bodenschutz auch noch nach dem Jahr des Bodens weiter zu thematisieren.

Dies soll im Rahmen der 26. Witzenhäuser Konfernz geschehen.

Ziel der Konferenz ist es die Aufmerksamkeit auf Bodenschutz in Politik und Praxis zu Lenken. Wie ist der aktuelle Zusatand unserer Böden? Was passiert in der Politik ?Welche neuen Technologien und Anbaumethoden benötigen wir in der Landwirtschaft um effizient Boden aufzubauen? WelcherVoraussetzungen bedarf es um sich als LandwirtIN im Hamsterrad von Produktion und Wirtscaftichkeit mit Bodenschutz befassen zu können? Welche Rolle spielen Eiegntumsverhältisse?

Die Konfernz gesatltet einen Raum, in dem sich Wissenschaft, Poitik und Praxis begegnen können. Vortäge und Workshops geben Möglichkeit zu Austausch, Vernetzung und Vertiefung je nach Interessensgebiet. Ein abwechslungsreiches Rahhmenprogramm wird die Veranstaltung abrunden.

Wir feuen uns auch dieses Jahr wieder viele Interessierte aus Studium, Lehre und Praxis zu begrüßen.

Unterstützt werden wir dabei von Prof. Dr. Peth, Dr. Uteau und Studienkoordinator Holger Mittelstraß